Bimbalon, kurioses ums Bier und die Wissenschaft



Mässige Trinker sind intelligenter als Abstinenzler
Was unter Thekenfreunden immer noch tabu ist...
Profile von Bier- und Weintrinkern



Was unter Thekenfreunden immer noch tabu ist...


Aus einer psychologischen Untersuchung geht hervor, dass manche Themen in der Kneipe selten besprochen werden. Offenbar können Männer, die sich mit Freunden in der Kneipe treffen, manche Themen gar nicht erst ansprechen oder der Streit ist vorprogrammiert.

Die britische Brauerei Boddington’s beauftragte Psychologen damit, die Gespräche von 300 Männern im Alter von 35 bis 55 mitzuverfolgen. Daraus ergaben sich die folgenden Tabus: Sprechen über das sexy Aussehen der Partnerin eines Kumpels, angeben über die Leistungen auf dem Sportplatz oder im Bett sowie über den eigenen Gehalt. Ausserdem besagen diese ungeschriebenen Regeln, dass es sich für einen Mann nicht gebührt, über sein Liebesleben zu nörgeln, darüber zu reden, wieviel er im letzten Urlaub ausgegeben oder beim Kauf eines Neuwagens gespart hat, wie klug seine Kinder sind, welche zweitrangige Sternchen er im Supermarkt getroffen hat, dass seine Geliebte auch seine beste Freundin ist.

Quelle: De Morgen, 10/10/2003


Profile von Bier- und Weintrinkern

Wer trinkt Bier und wer trinkt Wein? In den Vereinigten Staaten führte das Survey Research Center of the University of Maryland eine bundesweite Umfrage durch, in der neben anderen Themen auch der Konsum von Bier und Wein hinterfragt wurde. In diesem Abschnitt der Umfrage, der sogenannten National Beer Survey 1999 - 2001, erkundigten sich die Forscher nach den Trinkgewohnheiten von 1.389 Personen, die mindestens 21 Jahre alt waren. Die wichtigste Schlussfolgerung aus der Umfrage lautet wie folgt: Bier- und Weintrinker sind grösstenteils dieselben Personen.

Mehr als 75 % der Weintrinker trinkt auch regelmässig Bier, fast 75 % der Biertrinker trinkt auch regelmässig Wein. Im Vergleich zu Abstinenzlern sind Personen, die Bier bzw. Wein trinken, besser ausgebildet und sie sind aktivere Benutzer des Internets. Aus der Umfrage ging ausserdem hervor, dass mässige Trinker auch öfter ein Museum besuchen als Nichttrinker.

In der Gruppe der Trinker konnte man zwischen zwei Subgruppen unterscheiden. Bei den Biertrinkern hat man auf der einen Seite Menschen, die hauptsächlich Pils trinken, und auf der anderen Seite Menschen, die auch regelmässig andere Biere kosten. Auch bei den Weintrinkern findet man eine solche Zweiteilung. Einerseits gibt es eine Gruppe von Menschen, die nur ziemlich preiswerte Weine trinken, und andererseits eine Gruppe von Menschen, die mindestens zehn Dollar für eine Flasche Wein ausgeben. Die Gruppe der Bierkoster ist in Sachen Ausbildung und Einkommen stark vergleichbar mit der Gruppe von Weinliebhabern, die sich ihre Weine genau aussuchen, während die Pilstrinker in dieselbe Subgruppe gehören wie die Leute, die preiswerte Weine trinken.

Unterschiede

Neben den zahlreichen Übereinstimmungen stellten die Forscher trotzdem auch einige Unterschiede fest. Wer vorzugsweise Wein trinkt, trinkt im allgemeinen weniger als ein typischer Biertrinker. Männer bevorzugen Bier vor Wein, während Frauen eher Wein trinken. Im allgemeinen trinken Männer auch mehr als Frauen.

Quelle: National Beer Survey, John P. Robinson Ph.D., The New Brewer September / Oktober 2001



Mässige Trinker sind intelligenter als Abstinenzler

Wer mässig Alkohol konsumiert, hat durchschnittlich einen höheren IQ als Abstinenzler. Diese Männer erzielen im Durchschnitt 3,3 Punkte mehr, bei den Frauen beträgt der Unterschied 2,5 Punkte. Der Typ alkoholischer Getränke spielt dabei keine Rolle. Die Ergebnisse stammen aus einer japanischen Untersuchung, die am National Institute for Longevity Sciences in Aichi Prefeture (in der Nähe von Tokio) durchgeführt wurde und an der sich 2.000 Personen beteiligten.

Mässiger Alkoholkonsum wurde wie folgt definiert: Konsum von weniger als 540 Milliliter Sake oder Wein am Tag. Die Forscher beeilen sich, zu sagen, dass ihre Studie nicht nachweist, dass Alkoholkonsum intelligenter macht, sondern dass möglicherweise noch andere Faktoren im Spiel sind. Der Einfluss der Ausbildung und des Einkommens konnte ausgeschlossen werden, aber es ist sehr gut möglich, dass Lebensstil und nahrungsbedingte Faktoren die Ergebnisse beeinflusst haben. So würden Personen, die vor allem Sake (japanischen Reiswein) trinken, mehr rohen Fisch essen. Roher Fisch enthält essentielle Fettsäuren, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Gehirns spielen. Sollte es sich hingegen doch um einen direkten Einfluss des Alkohols auf den IQ handeln, dann suggerieren die Forschers als möglichen Verantwortlichen die Polyphenole, eine chemische Substanz, die in alkoholischen Getränken vorhanden ist. Polyphenole haben antioxidative Eigenschaften und auf diesem Wege auch positive Auswirkungen auf die Alterungsprozesse im Gehirn.

Die Studie ist Teil einer grösseren Untersuchung nach möglichen Elementen, die die Gehirnfunktion im späteren Alter beeinflussen können.

Quelle: New Scientist vom 9. Dezember 2000